Warum fliegt ein Flugzeug?

Der Flügel bewegt sich - angetrieben durch Motor und Propeller - mit der Geschwindigkeit des Flugzeugs durch die Luft, dabei "durchschneidet" die Flügelnase die vor ihr liegende Luftmasse und teilt diese in eine obere und untere Hälfte. Diese beiden "Hälften" umströmen das Flügelprofil und treffen am hinteren Ende des Flügels wieder zusammen. Durch das gewölbte Flügelprofil hat die obere Luftmasse dabei einen längeren Weg zurückzulegen. Die Zeit, in der die beiden Hälften ihren Weg zurücklegen, ist aber dieselbe; die obere Hälfte wird somit "gezwungen", schneller zu strömen als die untere.


Dies hat eine Druckabnahme auf der Oberseite des Flügels zur Folge. Auf der oberen Flügelseite entsteht also ein Unterdruck, so dass man sagen könnte, das Flugzeug wird nach oben "gesaugt". Das ist aber physikalisch nicht ganz korrekt, in Wirklichkeit wird die Tragfläche von unten nach oben gedrückt. Unterstützt wird der Überdruck auf der Unterseite zusätzlich durch die Schrägstellung des Flügels im Wind.

Die Auftriebskraft kann durch Erhöhung der Geschwindigkeit und durch entsprechend große Tragflächen in eine Größenordnung gebracht werden, um ein Flugzeug wie den Airbus380 in die Luft zu heben. Beim A380 sind das bis zu 590 Tonnen. Kein Wunder: Seine Flügelfläche beträgt 846 Quadratmeter!